Piercing

[ri:rsih] das; englisch;
Ist das Durchstechen der Haut, um ein Schmuckstück aus hochwertigem Material daran aufzuhängen bzw. darin einzusetzen.

Die Ursprünge des Piercings liegen schätzungsweise beim Anbeginn der Menschheit selbst und sind auf allen Teilen der Erde verbreitet. Die Bedeutungen dafür triften weit auseinander. Die größte Gemeinsamkeit ist das Zugehörigkeitszeichen zu einer Gruppe, Sippe oder eines Stammes. Weitere Bedeutungen sind verschiedene Rituale und Zeremonien im Zusammenhang mit verschiedenen Lebensabschnitten, gesellschaftlichen oder sozialen Status, meist aber mit religiösem oder magischem Hintergrund als Zeichen der Nähe zu den Göttern und der Bereitwilligkeit der Unterwerfung. Mit den Matrosen begann die Einführung des Piercings auf dem alten Kontinent. Später wurde das Piercen in der Fetisch- und SM-Szene sowie von den “Modern Primitives” entdeckt und praktiziert. Durch die Punk-Bewegung sind Piercings dann erstmals der breiten Masse öffentlich gemacht worden. Vom Punk sprang der Funke zum Rock über und mittlerweile ist das Piercing selbst aus dem Pop-Bereich nicht mehr wegzudenken und in allen Bevölkerungsschichten bis zur High Society verbreitet. Die ursprünglichen Gründe sind damit in den Hintergrund gedrängt worden, denn heute dominiert der ästhetische und erotische Aspekt für ein Piercing.

Zum Piercen wird nach der Desinfektion der Stelle die Position des Schmuckes festgelegt und angezeichnet. Dann wird eine Klemme angesetzt, welche die Haut für den korrekten Stich fixiert. Der Piercer benutzt zum Stechen eine spezielle Piercingnadel, an deren Ende sich ein kleiner Schlauch befindet. Selbstverständlich werden dazu bei jedem Kunden nur neue und sterile Nadeln verwendet. Nach dem Stich und dem Entfernen von Nadel und Klemme wird der Schmuck am Schlauch befestigt, durchgezogen und verschlossen. Danach kann die Stelle nachbehandelt und mit Piercingcreme eingecremt werden. Bei einigen Piercingarten kann es nötig sein eine Kompresse anzulegen.

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